Monzingen histórica

 

 Alte Burg 

In der Abbildung der von Marquis Spinola 1620 eingenommenen festen Plätze der Pfalz, des Hunsrücks und der Nahegegend ist als Nr. 12 Monzingen mit seinen Stadtmauern und Türmen zu sehen, aber auf einer Erhebung in unmittelbarer Nähe der Stadt auch eine Burg.

Dies hat die Historiker veranlasst, nach irgendwelchen Quellen über die Existenz einer Burg zu forschen. In der heimatkundlichen Literatur war nichts zu finden, auch wurde in keiner Urkundensammlung ein dort wohnendes Adelsgeschlecht erwähnt. Trotzdem war Michael Ohlmann (Artikel im Sobernheimer Intelligenzblatt 1940) überzeugt von der ehemaligen Existenz einer Burg, denn im Monzinger Stadtbuch (im Staatsarchiv, heute Landeshauptarchiv Koblenz) fand er einzelne Hinweise: Eintragung von 1689: „eine Wiese hinter der alten Burg oder Escherich…“ N. N. gibt Zins „von einer Wies an der alten Burg an Escherich genannt, angrenzend an Matthias Pfaff und die Bach“. Von einem Wohnhaus wird gesagt, dass es „vorher ein Burghaus gewesen“ sei. Diese Eintragungen sind als Beweis zu werten.

Es gab eine Burg, die allerdings im Jahr 1689 nicht mehr bewohnt war und nur noch als Ruine existierte, was auch das Fehlen von urkundlichen Nachrichten erklären würde. Ohlmann war der Überzeugung, dass die Burg sich in Flur 19 in der Nähe des Steinbruches Richtung Langenthal befunden hat, da ja auch schon 1826 dort ein Gemarkungsteil mit „Alte Burg“ bezeichnet wurde. Auf einem aktuellen Plan ist der Name ebenfalls noch eingezeichnet.

Demnach stand die Alte Burg hier.

recherchiert von Gudrun Serke

 

historischer Stadtplan