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Fit und mobil

Wer zukunftsorientiert und umweltbewusst denkt und handelt, fährt mit Bus und Bahn, nutzt das Rad und geht zu Fuß. Zum Tag der Umwelt am 5. Juni 2003 startete der VerbraucherService Bayern im KDFB eine Aktion unter dem Motto "Fit und mobil".

 

Mobilität gehört heute zu den wichtigsten Grundbedürfnissen der Menschen.

Deshalb machen wir diese in unserer diesjährigen Aktion zum Thema", erklärte Marianne Wolff, die Sprecherin der Umweltberatung Passau.
  Jedem einzelnen steht eine Palette an Fortbewegungsmöglichkeiten zur Verfügung. doch für viele ist das "Maß aller Dinge" das eigene Auto, mit dem sie die größtmögliche Mobilität verbinden. Negative Folgen wie Abgase, Lärm Gefährdung und Platzverbrauch sind zwar bekannt und sorgen auch für manchen Ärger, doch meist siegt die Bequemlichkeit. Wir sagen: "Steigern Sie Ihre Lebensqualität, indem Sie sich fit machen und gleichzeitig mobil sind", so der Appell der Umweltexpertin.

Teure Kurzstrecken

Können die Frühstücksbrötchen nicht doch mit dem Fahrrad geholt werden, kann die Strecke zum wenige hundert Meter entfernten Arbeitsplatz nicht zu Fuß zurückgelegt werden? Liegt die Arbeitsstätte nur wenige Kilometer vom Wohnort entfernt und ist damit auch mit dem Rad prima zu erreichen? Der höchste Spritverbrauch fällt auf Kurzstrecken an, nämlich bis zu 25 Liter auf 100 Kilometern. Ein Viertel aller Autofahrten liegt sogar nur unter zwei Kilometern. Das sind Strecken, so Marianne Wolff, die gut zu Fuß in etwa 20 Minuten zurückgelegt werden können. Nach ihrer Einschätzung wissen die wenigsten AutofahrerInnen, dass ein Katalysator erst nach zwei oder drei Kilometern zu arbeiten anfängt. so entweichen also besonders viele Abgase in die Luft.

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Bewegung macht mobil

Wer aus Umweltschutzgründen das Auto stehen lässt, profitiert auch gesundheitlich.
  Die Regensburger Umweltberaterin Petra Masrs-Büttner: "Walken, also schnelles Gehen, und Radfahren sind einfache, aber höchst wirksame Methoden, etwas gegen Bewegungsmangel und Übergewicht zu tun." Wer 30 Minuten walkt oder radelt, verbraucht im Durchschnitt etwa 248 Kilokalorien. Und es lassen sich damit Pflicht und Freizeitaktivität gut verbinden.

 
Das Fahrrad gehört zu den beliebtesten Sportgeräten in Deutschland. Als tägliches Verkehrsmittel wird es aber viel zu wenig wahrgenommen. Während jeder Deutsche im Jahr etwa 300 Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegt, radeln die Niederländer etwa die dreifach Strecke, so das Bayerische Gesundheitsministerium.

 

Urlaub vom Auto

Diesen Sommer werden wieder Millionen Deutsche das eigene Auto für die Urlaubsreise nutzen. Viele Regionen ersticken in dieser Zeit regelrecht im Verkehr. Ein umweltschonendes Freizeitverhalten, zu dem auch eine sanfte Mobilität gehört, wird zunehmend wichtiger als Qualitätsmerkmal einer nachhaltigen Tourismusentwicklung.
  Eine Alternative zu weiten Reisen mit dem Auto ist ein Urlaub mit der Bahn, bei dem man sich von Anfang an erholen kann. Einige Tourismusorte bieten ihren Gästen, die "Urlaub vom Auto" machen, bereits viele Extra wie kostenlosen Transfer von und zum Bahnhof, kostenlosen Fahrrad-Verleih und Elektro-Fahrzeuge.
  Eine weitere autofreie Urlaubsmöglichkeit bietet die Bahn mit dem Service "Bahn und Bike". Das heißt, dass man bequem mit dem eigenen Fahrrad verreisen und am Urlaubsort in die vertrauten Pedale treten kann. Zu einer erholsamen Auszeit gehört aber nicht nur die problemlose Anreise mit der Bahn, auch die sorgenfreie Übernachtung in einem radlerfreundlichen Haus trägt dazu bei. Derzeit gibt es in Deutschland 2.800 fahrradfreundliche Gastbetriebe, die vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) die Qualitätsauszeichnung "Bett & Bike" erhalten haben.

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Mobilitätskalender

"Wer wissen möchte, wie viele Kilometer er täglich radelt, zu Fuß geht oder fährt, sollte einen Mobilitätskalender führen", rät Minika Pinzel von der Umweltberatung Bamberg. Denn dann wird klar, welche Veränderungen möglich sind.

So geht's:
Tragen Sie für jeden Tag eine Woche lang sämtliche Wege außer Haus ein. Wählen Sie für jede Fortbewegungsart eine andere Farbe. So können Sie am Ende der Woche zusammenzählen und feststellen, wie viele Kilometer Sie

- zu Fuß (1),
- mit dem Fahrrad (2),
- mit öffentlichen Verkehrsmitteln (3),
- mit dem eigenen Auto oder Taxi (4) oder
- im Auto als "echter Mitfahrer", das heißt, dieses Auto wäre sowieso gefahren (5),

zurückgelegt haben. Tragen Sie diese Summen in eine Tabelle ein, die z.B. aussieht wie die untenstehende Tabelle. Für die Antworten gibt es kein "richtig" oder "falsch", weil die individuellen Gegebenheiten sehr verschieden sind. Die Tabelle dient dazu, das eigene Mobilitätsverhalten zu veranschaulichen und ggf. zu überdenken.

km              
70 ----- ----- ----- ----- ----- ----- -----
50 ----- ----- ----- ----- ----- ----- -----
30 ----- -----

-----

----- ----- ----- -----
10 ----- ----- ----- ----- ----- ----- -----
3 ----- ----- ----- ----- ----- ----- -----
1 ----- ----- ----- ----- ----- ----- -----
  Mo Di Mi Do Fr Sa So

Beispiel-Mobilitätskalender

 

Diese Infos wurden von Erni Sandtner zusammengetragen und stammen vom VerbraucherService Bayern im KDFB e.V., Ludwigsplatz 4, 94032 Passau,

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