In den vergangenen Tagen erhielten viele
Haushalte in Monzingen Postwurfsendungen, die für den Austausch des
bisherigen Stromzählers gegen ein modernes „Smart Meter“ werben. Der
Slogan klingt verlockend: "Mit dem intelligenten Zähler lässt sich im
Handumdrehen Strom und Bares sparen."
Doch Verbraucher sollten bei solchen Werbeangeboten genau hinsehen.
Denn ist man gut beraten
Vorsicht bei
Smart-Meter-Werbung per Postwurfsendung
walten zu lassen.
Hintergründe:
Für den Zähleraustausch ist in erster
Linie der örtliche Verteilnetzbetreiber zuständig – in Monzingen ist das
die Westnetz GmbH.
Der gesetzlich vorgeschriebene Pflicht-Rollout intelligenter Messsysteme
erfolgt schrittweise und direkt über den Netzbetreiber oder dessen
beauftragte Dienstleister. Wer Verträge mit freien Drittanbietern an der
Haustür oder per Post abschließt, entscheidet sich für einen sogenannten
wettbewerblichen Messstellenbetreiber. Das ist zwar rechtlich zulässig,
aber oft mit zusätzlichen Kosten oder langen Vertragslaufzeiten
verbunden.
Daher warnt die Verbraucherzentrale
davor, sich von den Versprechungen der
Werbung blenden zu lassen. Ein Smart Meter allein spart nämlich noch
keine einzige Kilowattstunde Strom. Es macht lediglich den Verbrauch
transparent. Echtes Einsparpotenzial entsteht erst durch:
-
Dynamische
Stromtarife: Diese lohnen sich meist nur, wenn große Verbraucher
(z. B. Elektroautos oder Wärmepumpen) gezielt in günstige Zeiten
verschoben werden.
-
Eigeninitiative: Geräte
müssen aktiv gesteuert werden. Ohne Anpassung des Nutzungsverhaltens
bleibt die Ersparnis aus.
Zudem decken die oft versprochenen
Einsparungen nicht immer die zusätzlichen Entgelte für den
Messstellenbetrieb oder nötige Zusatzgeräte.
Fazit:
Lassen Sie sich von Flyern im Briefkasten nicht unter Druck setzen.
Prüfen Sie Angebote in Ruhe und informieren Sie sich bei Zweifeln direkt
bei Ihrem Netzbetreiber Westnetz GmbH oder der Verbraucherzentrale,
bevor Sie vorschnell neue Verträge unterschreiben.
Diesen Bericht hat Axel Treßel
ausgearbeitet. Vielen Dank.
Das Bild zeigt einen neuen Zähler mit Smart Meter,
wie er bei neu installierten PV-Anlagen vom Netzbetreiber eingebaut
wird.